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Presse

Workshop Biberach, 27. bis 29.01.2017 von Helmut Schönecker

Bereits zum 10. Mal in Folge organisierte das Wieland-Gymnasium am vergangenen Wochenende einen Workshop für Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Profimusikern, Dozenten und Hochschulprofessoren. Angestoßen durch die Aktion „Jazz für Kinder“ des Landesjazzverbandes Baden-Württemberg sowie unter finanzieller Unterstützung durch das Jugendbegleiterprogramm der Landesregierung und den Kulturstiftungen der LBBW gelang es in Kooperation mit dem Jazzclub Biberach in den letzten Jahren immer wieder kompetente, oft auch international renommierte Workshop-Leiter zu engagieren. Zur Veranschaulichung des Erlernten traten diese meist auch zeitnah in Konzerten des Jazzclubs auf.

Dieses Jahr brauchten die angehenden jugendlichen Künstler besonders viel Mut. „Der freie Umgang mit Stimme und Rhythmus“ unter Anleitung der in Wien lebenden Dozentin, Jazzsängerin und Gitarristin Isolde Werner verlangte, ganz ohne technische und mechanische Hilfen mit dem körpereigenen Instrument „Stimme“, einen präzisen, jazz-rock-pop-typischen Rhythmus zu erzeugen und die Stimme als unmittelbares Ausdrucksmittel einzusetzen. So musste etwa in einer der Übungen der eigene Name in größtmöglicher Verfremdung der natürlichen Sprachmelodie und des natürlichen Sprachrhythmus solistisch interpretiert werden. Hier erwiesen sich die jüngeren Workshopteilnehmer aus den beiden WG Bands etwa als deutlich couragierter als die etwas gesetzteren Jahrgänge der Biberacher Jazzchores und fanden in freier Improvisation zu erstaunlichen Resultaten.

Auf besonderes Interesse unter den knapp 20 Workshopteilnehmern stießen die Kanons des New Yorker Straßenmusikers Moondog oder des legendären Gitarristen Jimi Hendrix. Hier waren gleichermaßen rhythmische Standfestigkeit und saubere Intonation in der polyphonen Mehrstimmigkeit gefragt. Als Starthilfe für das eigene musikalische Wirken in Chor und Band sowie als Vertiefung und Inspiration bestehender Musikpraxis dürften die Ideen der engagierten Dozentin Isolde Werner einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil diese mit ihrer Band „Mexican Blue“ in der sonntäglichen Matinee „LocalVocalJazz“ mit sechs weiteren lokalen Bandformationen in der Aula der Gymnasien eindrucksvolle Kostproben ihres Könnens ablieferte.